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Energie & Verträge

Widerruf eines Vertrags (Online-Kauf & Haustürgeschäft)

Muster für den Widerruf eines im Internet, per Telefon oder an der Haustür geschlossenen Vertrags innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist.

Rechtlicher Hinweis & Gesetzliche Grundlage

Verbraucher können Fernabsatzverträge und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge in der Regel innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung der Widerrufserklärung.

Standard-Betreffzeile
Widerruf meines Vertrags vom [Datum des Vertragsschlusses] – Bestell-/Vertragsnummer: [Nummer]
DIN 5008 Format
Vollständiger Mustertext
Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit widerrufe ich den von mir abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren / die Erbringung der folgenden Dienstleistung: [Bezeichnung der Ware oder Dienstleistung] Bestellt am / Vertrag geschlossen am: [Datum] Erhalten am: [Datum, bei Waren] Bestell- bzw. Vertragsnummer: [Nummer] Bitte erstatten Sie mir alle geleisteten Zahlungen innerhalb von 14 Tagen nach Eingang dieses Widerrufs auf das Konto, von dem die Zahlung erfolgt ist, bzw. auf folgendes Konto: IBAN: [IBAN] Bitte bestätigen Sie mir den Eingang des Widerrufs schriftlich. Mit freundlichen Grüßen [Ihr Vorname und Nachname] [Datum]

So versenden Sie dieses Schreiben in 3 Minuten online:

  1. 1

    Vorlage anpassen

    Fügen Sie Ihre Vertragsnummer und persönlichen Daten direkt im Browser-Editor ein.

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    Einschreiben wählen

    Wählen Sie Einschreiben Einwurf für einen rechtssicheren Zugangsnachweis nach § 130 BGB.

  3. 3

    Druck & Zustellung

    Wir drucken, kuvertieren und übergeben Ihren Brief noch am selben Werktag der Deutschen Post.

Für welche Verträge gilt das Widerrufsrecht?

Das gesetzliche Widerrufsrecht gilt für Verträge zwischen Verbrauchern und Unternehmern, die im Fernabsatz geschlossen wurden – also online, per Telefon, per Post oder per E-Mail – sowie für Verträge außerhalb von Geschäftsräumen, etwa an der Haustür oder auf einer Verkaufsveranstaltung.

Kein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es dagegen bei Käufen im Ladengeschäft. Viele Händler gewähren dort zwar ein freiwilliges Umtauschrecht, das ist aber eine Kulanzregel. Ausgeschlossen ist der Widerruf außerdem in den Fällen des § 312g Abs. 2 BGB, zum Beispiel bei nach Kundenwunsch angefertigten Waren oder entsiegelten Hygieneartikeln.

Wie lange läuft die Widerrufsfrist?

Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage. Beim Warenkauf beginnt sie in der Regel mit Erhalt der Ware, bei Dienstleistungsverträgen mit Vertragsschluss – jeweils aber erst, wenn Sie ordnungsgemäß über Ihr Widerrufsrecht belehrt wurden.

Fehlt die Belehrung, erlischt das Widerrufsrecht spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach dem regulären Fristbeginn. Für die Fristwahrung genügt nach § 355 Abs. 1 BGB die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. Bewahren Sie deshalb einen Nachweis über das Absendedatum auf.

Muss ich den Widerruf begründen?

Nein. Sie müssen keine Gründe angeben. Es reicht eine eindeutige Erklärung, dass Sie den Vertrag widerrufen. Das bloße Zurückschicken der Ware ohne Erklärung genügt dagegen in der Regel nicht. Sie können das Muster-Widerrufsformular des Händlers nutzen, sind dazu aber nicht verpflichtet.

Widerruf per Brief mit Nachweis

Ein Widerruf ist an keine bestimmte Form gebunden. Kommt es jedoch zum Streit über die Frist, ist ein Brief mit Einlieferungs- oder Zustellnachweis besonders hilfreich. Mit BriefDirekt erstellen Sie den Widerruf im Online-Editor und versenden ihn als Standardbrief, Einschreiben Einwurf oder Einschreiben mit Unterschrift.

Schritt für Schritt: Vertrag richtig widerrufen

Prüfen Sie zuerst, ob der Vertrag online, telefonisch oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wurde und ob die 14-Tage-Frist noch läuft. Suchen Sie die Bestellbestätigung heraus: Dort finden Sie Bestellnummer, Datum und meist auch die Widerrufsbelehrung mit der Anschrift, an die der Widerruf zu richten ist.

Füllen Sie die Vorlage aus, nennen Sie die Ware oder Leistung möglichst genau und geben Sie an, wann Sie die Ware erhalten haben. Versenden Sie den Widerruf und bewahren Sie den Nachweis über das Absendedatum auf. Schicken Sie die Ware anschließend zurück, sofern der Händler sie nicht abholt, und heben Sie den Einlieferungsbeleg der Rücksendung auf.

Checkliste vor dem Absenden

Läuft die Widerrufsfrist noch? Sind Bestell- oder Vertragsnummer genannt? Ist eindeutig formuliert, dass Sie widerrufen? Sind Bestelldatum und Empfangsdatum angegeben? Ist der Brief an die Adresse aus der Widerrufsbelehrung gerichtet? Haben Sie Fotos vom Zustand der Ware gemacht, bevor Sie sie zurückschicken?

Häufige Fehler beim Widerruf

Ein häufiger Fehler ist es, die Ware einfach unkommentiert zurückzuschicken oder die Annahme eines Pakets zu verweigern. Das ist keine eindeutige Widerrufserklärung. Schreiben Sie den Widerruf immer ausdrücklich.

Problematisch ist auch eine intensive Nutzung der Ware vor dem Widerruf. Sie dürfen die Ware so prüfen, wie es im Laden möglich wäre. Geht der Umgang darüber hinaus, kann der Händler Wertersatz verlangen. Und verwechseln Sie den Widerruf nicht mit einer Reklamation: Ist die Ware mangelhaft, stehen Ihnen zusätzlich Gewährleistungsrechte zu, unabhängig von der Widerrufsfrist.

Nach dem Widerruf: So geht es weiter

Mit dem Widerruf wandelt sich der Vertrag in ein Rückabwicklungsverhältnis. Sie schicken die Ware zurück, der Händler erstattet den Kaufpreis einschließlich der Kosten für die günstigste Standardlieferung. Hatten Sie eine teurere Expresslieferung gewählt, muss der Händler nur die Standardversandkosten erstatten.

Erhalten Sie nach 14 Tagen weder Geld noch eine Antwort, fordern Sie den Händler schriftlich mit Fristsetzung zur Erstattung auf. Haben Sie per Kreditkarte oder über einen Zahlungsdienst bezahlt, kann zusätzlich ein Käuferschutzverfahren helfen. Unterstützung bieten auch die Verbraucherzentralen.

Häufige Fragen

Wer trägt die Kosten der Rücksendung?

Der Händler darf Ihnen die unmittelbaren Rücksendekosten auferlegen, wenn er Sie vorher darüber informiert hat. Viele Händler übernehmen die Kosten freiwillig.

Wie schnell muss der Händler das Geld zurückzahlen?

Grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen nach Eingang des Widerrufs. Bei Waren darf er die Rückzahlung verweigern, bis er die Ware zurückerhalten oder Sie den Nachweis der Rücksendung erbracht haben.

Kann ich auch einen Handy- oder Stromvertrag widerrufen?

Ja, wenn er online, telefonisch oder an der Haustür geschlossen wurde, gilt das Widerrufsrecht grundsätzlich auch hier.

Was ist der Unterschied zwischen Widerruf und Kündigung?

Mit dem Widerruf wird der Vertrag rückabgewickelt, als wäre er nie geschlossen worden. Eine Kündigung beendet einen laufenden Vertrag erst für die Zukunft.

Kann ich auch nur einen Teil einer Bestellung widerrufen?

Ja. Bei mehreren Artikeln in einer Bestellung können Sie den Widerruf auf einzelne Artikel beschränken. Nennen Sie diese im Schreiben genau.

Kann ich einen Vertrag widerrufen, den ich im Laden unterschrieben habe?

Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht dann in der Regel nicht. Ausnahmen gibt es etwa bei bestimmten Verbraucherdarlehen. Prüfen Sie Ihre Vertragsunterlagen auf eine Widerrufsbelehrung.

Muss ich die Originalverpackung behalten?

Nein. Der Widerruf hängt nicht von der Originalverpackung ab. Sie müssen die Ware aber so verpacken, dass sie auf dem Rückweg nicht beschädigt wird.